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Die Geschichte von Amorim & Irmãos

Der Anfang
Die Geschichte des Unternehmens reicht bis ins Jahr 1870 zurück, in dem Antonio Alves de Amorim in Vila Nova de Gaia mit der Produktion von Naturkorken begann. Von hier aus wurde der schon damals berühmte Portwein zu den verschiedensten Märkten weltweit verschifft und mit ihm ging auch der Naturkorken auf Reise.
Gegen Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebten der Portwein und der Kork ein gesteigertes Wachstum und in den zwanziger Jahren erreichten die Exporte einen nie erwarteten Anstieg.

Die erste industrielle Anlage
Diese Konjunktur half der zweiten Generation der Familie dabei, die von Antonio Alves de Amorim begonnenen Arbeiten fortzusetzen und die erste industrielle Anlage der Gruppe Amorim einzuweihen - die Amorim & Irmãos, Lda.. Bereits 1930 führte diese Firma die Bezeichnung "Größte Korkenfabrik Nordportugals". Heute, nach mehr als 80 Jahren, gilt sie als der weltweit größte Hersteller von Naturkorken.
Trotz vielfältiger Widrigkeiten, insbesondere des zweiten Weltkrieges, nimmt man am Wachstum des Korkenmarktes teil, dies Dank eines zunehmenden Einsatzes von Korkderivaten in thermischen und akustischen Verkleidungen und Dank der Anwendung von unterschiedlichen Agglomeraten in vielen weiteren Bereichen. Amorim & Irm?os exportiert bereits in die ganze Welt und überwindet hohe Zollgebühren, schwankende Wechselkurse und viele andere Hindernisse.

Die Vertikalisierung
Die Nachkriegszeit entspricht dem Antritt der dritten Generation der Familie Amorim. Diese besteht aus den vier Geschwistern José, Antonio, Americo und Joaquim Ferreira de Amorim. Ihnen fällt die Aufgabe zu, tiefgreifende Veränderungen in der portugiesischen Korkindustrie zu erwirken. Portugal ist der weltweit größte Hersteller von Kork, aber circa 80% des Exportes bestehen aus unverarbeitetem Rohmaterial. Es wird eine Vertikalisierungsstrategie erarbeitet. Die deutlich steigende Korkenproduktion bei Amorim & Irmãos führt zu ebenfalls steigenden Produktionsabfällen, was einen neuen Geschäftsbereich ins Leben ruft - den der Agglomerate und 2-Scheiben-Korken.
Auf diese Weise entsteht 1963 die Corticeira Amorim. Die dritte Generation der Familie Amorim gründet eine neue Fabrik zur Herstellung von Korkmehl und Agglomeraten. Während der sechziger und siebziger Jahre hält die Expansion in diesem Geschäftsbereich an und die Corticeira Amorim Algarve und die Ipocork werden gegründet. Andererseits wird es erforderlich die Versorgung mit Rohmaterial in den Korkhaupterzeugungsländern auszuweiten. Hierfür werden Firmen, zuständig für die Beschaffung, in Spanien, Marokko und Tunesien gegründet.

Die Industriealisierung
In den siebziger Jahren entschließt sich die Amorim & Irmãos dazu ihre Marktpräsenz auszuweiten und schickt Mitarbeiter in die verschiedenen Abnehmerländer für Korkplatten und Korken. Auf diese Weise wird die eigene Führungsstellung und das internationale Wachstum verstärkt.
Die hinsichtlich der Konsolidierung der Internationalisierung getroffenen Maßnahmen stellen das Unternehmen vor neue Herausforderungen, auf die es in effizienter Art und Weise reagieren muss.

Die Innovation
In den achtziger Jahren werden eine neue Dynamik und ein neuer Kurs für das Unternehmen entwickelt. Hauptziel ist es den Endkunden zu erreichen, d. h. den Weinkeller. Aus diesem Grund wird in Forschungs- und Entwicklungslabore investiert sowie technische Bestimmungen hinsichtlich der Produktparameter erarbeitet. All dies wird von einer Qualitätskontrolle begleitet, die eine Pionierleistung im Bereich des Naturkorkens darstellt. Neue Techniken zur Waschung, Behandlung und Prozesskontrolle sowie die Festlegung von Anforderungsspezifikationen und technischen Vorgaben liefern dem Unternehmen die notwendigen Voraussetzungen, um sich auf dem Weinmarkt zu behaupten. Hierauf baut die gesamte Interaktion mit den Klienten auf, was wiederum die Prozess- und Geschäftsdynamik erhöht.

Die veränderte Einstellung
Nach der Festigung dieser Interaktion, war es notwendig die gesamte Struktur dieses Geschäftsbereiches der Gruppe Amorim zu überdenken. Die Zahl der an der Wertschöpfungskette beteiligten Elemente war zu verringern, insbesondere das Eingreifen von Zwischenhändlern; dies mit dem Ziel sich hinsichtlich des gesamten Produktionsprozesses des Naturkorkens für die Vertikalisierung zu entscheiden. In den neunziger Jahren wird ein eigenes Vertriebsnetz geschaffen, das mit der Gründung von Geschäften in den wichtigen Weinerzeugungsländern, wie zum Beispiel Frankreich, Italien, Spanien, Australien, den USA, Argentinien und in Chile einhergeht. Gleichzeitig konkretisiert sich im Jahre 2000 die Bestrebung die Industrieeinrichtung von Ponte-de-Sôr in Südportugal, nahe einer der Hauptquellen des portugiesischen Rohmaterials, zu eröffnen. Es handelt sich hierbei um ein Zentrum für die Aufbereitung von Rohstoff und die Herstellung von Scheiben für die Twin Top?-Korken. Das revolutionäre Kochsystem CONVEX wird eingeführt. Diese Maßnahme steigert nicht nur die Nutzung der gesamten forstwirtschaftlichen Produktion, sondern bietet auch Mittel und Bedingungen für einen strategischen Eingriff und wird vom gesamten internationalen Markt geschätzt. Ein Jahr später wird die Amorim & Irmãos - Coruche Einheit eröffnet. Als Zwillingsschwester der Fabrik in Ponte-de-Sôr stellt sie Scheiben für die SPARK?-Sektkorken her. Hierdurch gibt Amorim & Irm?os wichtige Impulse in Richtung einer Umstrukturierung des gesamten Herstellungsprozesses, vom Wald bis hin zum Konsumenten. Das Ziel einer Vertikalisierung des gesamten Herstellungsprozesses der Korkenherstellung wird erreicht.

Die Fusion
Ab 2002 vollzieht sich eine Umstrukturierung der Gesamtheit der Fabriken im Bereich des Geschäftes Naturkorken der Corticeira Amorim SGPS. Mit dem Ziel die Kosten zu senken, die Leistungen zu zentralisieren und die Produktionsprozesse, die bisher auf verschiedene Fabrikeinheiten verteilt waren, zu vereinheitlichen, leitet die Amorim & Irmãos mit den anderen Fabrikeinheiten, die autonom auf dem Markt operierten, einen Fusionsprozess ein.